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gefangen zwischen Enduro und Downhill

Brauche ich ein Freeride Bike?

1 michaelz23

Hi,

ich fahre seit ein paar Jahren das Stevens Whaka ES mit 150 mm. Ich shredde meine home trails und ab und zu den Park. Nun werde ich halt schneller und schneller und da die Trails teilweise recht steil und rau sind (viele Wurzeln), wünsche ich mir etwas mehr Federweg und "Slackness".

Ich bin kein toller Fahrer (eher das Gegenteil), also muss das Bike viele Fehler ausbügeln. Im Moment lege ich mich dauernd auf die Fresse zwinker

Ich brauche etwas, was ich die Trails auch wieder hoch bekomme, bin aber (trotz meiner 43 Jahre) einigermassen fit und nehme etwas langsameres Tempo bergauf für mehr Speed und Sicherheit bergab gerne in Kauf.

Ich weiß, ich sollte eigentlich mehr fahren und besser werden - und das tue ich auch, aber erstmal möchte ich meine Unfähigkeit mit dem Bike zumindest etwas erschlagen zwinker Mein Whaka mache ich zudem langsam kaputt und würde es gerne für normale Trail-Runden konservieren.

Ich habe mir das 2018er Canyon Torque angesehen und auf dem Papier passt das ganz gut, aber das heißt ja nicht viet. Ich weiß, Probefahren, selbst checken... das werde ich auch. Ich habe nur die Hoffnung, die Vorselektion hier mit eurer Hilfe machen zu können...

Ist jemand in einer ähnlichen Situation? Budget ist erstmal nicht so wichtig...

Lieben Gruß
Micha

gefangen zwischen Enduro und Downhill  •  14.07.2018 10:20


2 XC-AM_Oldie

Hallo michaelz23,

bis vor ca. 2 1/2 Jahren, da hatte ich einen schweren Sturz, Bruch des rechten Handgelenks und des linken Acromiums ( Schulterblatt ), bin ich auch noch Downhill gefahren.
Natürlich nicht auf professioneller Basis, aber auch in Bikeparks wie z. B. Beerfelden, Boppard, etc., bzw. auf wilden Strecken wie z. B. am Donnersberg.
Nach meiner Genesung bin ich dann nun nicht mehr so "wild" unterwegs zumal eben auch altersbedingt, bin 54 Jahre alt.
Mit meinem Downhiller ein Norco Team DH 2008 ( Eigenaufbau ), fahre ich eigentlich nur noch zur Eisdiele zwinker.
Bis vor etwa 8 Monaten bin ich hauptsächlich dann mit meinem HT, ein Merida Matts TFS Trail 400-D ( Eigenaufbau ), unterwegs gewesen.



Kurz vor Weihnachten 2017, leistete ich mir dann eine neues Bike und zwar ein Enduro.
Hierbei handelt es sich um ein Giant Reign2 LTD-B 2017.
Ich stand ähnlich wie Du vor der Qual der Wahl, ob es ein potentes All-Mountain oder ein Enduro werden sollte.
Letztendlich gab den Ausschlag eine kurzfristige Sonderaktion bei "Rabe-Bike München".

Zur engeren Wahl standen damals:

Giant Reign2 LTD
Giant Trance
Transalp Signature II X12 LTD
Scott Genius 750
Commencal Meta AM 4.2
Radon Slide 150



Mit dem Bike bin dann auch wieder auf Strecken unterwegs die zu dem Bike passen, aber wie gesagt nicht mehr ganz so heftig wie beim Downhill.
Ich denke das Giant Reign könnte ganz gut zu Deinem Fahrprofil passen.
Von mir bekommt es eine uneingeschränkte Empfehlung, nach den jetzt knapp 8 Monaten im Einsatz.

Hier mal einige Artikel dazu:

https://www.bike-magazin.de/mtb_news/mtb_neuheiten/giant-reign-neuauflage-des-testsieger-enduros/a36777.html

https://mountainbiker.it/produkte/giant-reign-advanced-0-2018.php

https://www.mtb-news.de/news/2017/04/11/giant-reign-27-5-test/

https://enduro-mtb.com/giant-reign-advanced-1-dauertest/

https://enduro-mtb.com/giant-reign-1-5-ltd-test/

https://enduro-mtb.com/giant-reign-sx-2018-test/


Wenn Du also die Möglichkeit hast die Reign-Modelle Probe zu fahren, dann los.

Grüsse

gefangen zwischen Enduro und Downhill  •  14.07.2018 17:22


3 OldenBiker

IOch würde an Deiner Stelle erstmal mehr Fahrtechnik auf dem BIke üben. Es nützt Dir nicht viel, wenn Du ein Bike hast, was Deine Fahrfehler ausbügelt. Das Problem dabei ist nämlich, das Du dich dann immer auf das Bike verlässt und die Fahrtechnik leider nicht sehr viel besser wird.

Das mit dem schneller werden ist ja schon mal gut, aber um sicherer zu werden, solltest Du dann lieber mal das Tempo rausnehmen und mehr auf Sicherheit setzen.

Wenn das Torque passt, haste 'ne geiles Bike. Konnte das mal (etwas älteres Modell) probefahren und hätte mich auc gereizt, wenn ich nicht bevorzugt Hardtail fahren würde.

Bergauf dürfte das Torque nicht ganz so toll sein, ist eben eher für's abfahren gedacht und würde das als Superenduro, bzw. Freerider bezeichnen.

gefangen zwischen Enduro und Downhill  •  14.07.2018 18:11


4 raphrav

Heya,

vorneweg, ich komme ganz ursprünglich mal ausm XC und bin also etwas vorbelastet... zwinker

Aber dennoch: Es ist immer wieder überraschend, wie weit man mit "wenig" Federweg kommt oder auch mit Hardtails. Spätestens, wenn das eher auf Fahrspaß als auf Effizienz ausgelegt ist, muss man zumindest in den typischen Mittelgebirgswäldern echt nach Strecken suchen, die man damit nicht runter kommt... zwinker

Und ohne dein Radl im Detail zu kennen und ohne zu wissen ob es eine Bikeparkfreigabe hat, gilt das im Großen und Ganzen auch für eine 150mm-Enduro: Wirklich mehr brauchst du wirklich nur für klassischen Downhill, und da kannste hochfahren halt endgültig knicken.

Als "Mittelding" zwischen Enduro und Downhill hat sich, es wurde schon genannt, mal "Freeride" eingebürgert, heute auch als "Superenduro" bekannt. Die Räder haben zwar immerhin noch einen sitz- und fahrbaren Sattel und du kannst damit auch noch rollen, vielleicht sogar leicht bergauf, aber guck' dir mal die Videos dazu an, wirklich rauf werden die Teile selbst von den Profis geschoben. Und genau da landest du dann auch beim Torque (und ich vor ein paar Jahren auch, als ich mir mein Propain Tyee geholt hab).
Mein Tyee erwähne ich deswegen, weil diese Radkategorie cool ist und ich das Radl mag. Aber in der Praxis fahre ich es echt selten, weil das andere Radl runter ausreicht und hoch doch deutlich besser geht. Und im Bikepark gucke ich damit halt doch auch staunend den fliegenden Jungs mit ihren Big Bikes hinterher, das Tyee könnteste nach so einem Lauf zusammenkehren.

Überhaupt: Was hältst du von der Idee, das Radl so zu lassen und einfach für die fünf Tage im Park pro Jahr eins zu mieten? Hab mal nachgeschaut, ein beispielhafter Park in meiner Umgebung verleiht einen Downhiller für 60€/Tag, für weitere 25€/Tag sogar versichert. Im Ernst? Nach einem Tag im Park war bei mir immer irgendwas kaputt, verschlissen oderoderoder, 85€ hab ich danach immer rein gesteckt...

Nebenbei noch das Thema Fahrtechnik:
Das ist das A und O und das ist auch viel entscheidender als das Radl an sich. Da hilft nur Geduld und Üben üben üben. Und nebenbei, weil du deine Stürze aufführst: Ist leider in einem gewissen Rahmen bzw. ab einer gewissen Streckenklasse normal und dafür haste ja Schutzausrüstung.

Und abschließend: Guck' dir mal so nen EWS-Rennen an. Dann weißt du auch, wie weit Enduro gehen kann zwinker

Grüße,
Raph

gefangen zwischen Enduro und Downhill  •  19.07.2018 11:55


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